In der Schweiz, wo die Heizperiode von Oktober bis April dauert, ist Energieeffizienz nicht nur eine Frage des Geldsparens, sondern Teil einer nachhaltigen Lebensweise. Durchschnittlich kann eine Familie ihre Heizkosten um 15–30 % senken, indem sie einfache, aber effektive Maßnahmen ergreift, die keine großen Investitionen erfordern.
Der erste Schritt ist die Fensterisolierung. Selbst moderne Häuser mit Doppelverglasung können kleine Risse aufweisen. Verwenden Sie selbstklebende Dichtungen oder abnehmbare Thermovorhänge für die Nacht. In älteren Häusern, insbesondere in den Kantonen Bern und Graubünden, sind die Fenster oft aus Holz – sie lassen sich mit spezieller, wärmeschrumpfender Folie isolieren, die bei Migros oder Coop erhältlich ist.
Ebenso wichtig ist die richtige Temperaturregelung. Die optimale Temperatur im Wohnzimmer liegt bei 20–21 °C, im Schlafzimmer bei 16–18 °C. Jedes zusätzliche Grad erhöht den Energieverbrauch um 6 %. Nutzen Sie programmierbare Thermostate (z. B. von Tado oder Nest), die die Temperatur nachts oder bei Abwesenheit automatisch senken.
Heizkörper sollten frei zugänglich sein: Verdecken Sie sie nicht mit Möbeln oder dicken Vorhängen. Sind Heizkörper unter Fenstern angebracht (was in Schweizer Wohnungen üblich ist), achten Sie darauf, dass die Fensterbank den Warmluftstrom nicht behindert. Eine wärmereflektierende Folie kann hinter dem Heizkörper angebracht werden, um die Wärme in den Raum statt an die Wand zu lenken.