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Hochbegabung bedeutet nicht zwangsläufig ein Genie in Mathematik oder Musik. Sie kann sich auch durch tiefe Sensibilität, unkonventionelles Denken, eine lebhafte Fantasie oder frühe Reife äußern. In der Schweiz wird zunehmend anerkannt, dass diese Kinder eine individuelle Förderung anstelle eines beschleunigten Programms benötigen.

Schweizer Schulen konzentrieren sich traditionell auf den durchschnittlichen Schüler. Daher langweilen sich hochbegabte Kinder manchmal, zeigen Verhaltensauffälligkeiten oder ziehen sich im Gegenteil zurück, um nicht aufzufallen. Der erste Schritt für Eltern ist, die besonderen Eigenschaften ihres Kindes zu erkennen und anzunehmen.

Eine Diagnose ist in spezialisierten Zentren möglich. Psychologen in Zürich, Bern, Genf und Lausanne führen Intelligenztests (wie den WISC-V) durch. Die Diagnose „Hochbegabung“ (IQ > 130) ermöglicht den Zugang zu Fördermaßnahmen.

Allerdings haben nicht alle hochbegabten Kinder einen hohen IQ. Manche Kinder entwickeln sich asynchron: Mit acht Jahren können sie Dostojewski lesen, aber noch nicht ihre Schnürsenkel binden. Es ist wichtig, das Gesamtbild zu betrachten.

Fördermöglichkeiten:

Vertiefung: Das Kind bleibt in der Klasse, erhält aber zusätzliche Aufgaben.
Förderung: Teilnahme an AGs, Wettbewerben und schulübergreifenden Projekten.
Akzeleration: Das Überspringen einer Klassenstufe ist selten, aber mit Zustimmung aller Beteiligten möglich.
Die Schweiz verfügt über ein starkes Netzwerk an außerschulischen Angeboten: Sommercamps für hochbegabte Kinder (z. B. von der Stiftung Begabtenförderung), AGs an Universitäten und Online-Kurse von SwissMOOC. Besonders gut ausgebaut sind die Angebote in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM), Musik und Philosophie.

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Die Schweiz ist ein Land mit vier Amtssprachen, und Mehrsprachigkeit ist nichts Exotisches – sie ist Alltag. Für ein Kind, das in einem solchen Umfeld aufwächst, ist es normal, zwei, drei oder sogar vier Sprachen zu sprechen. Doch wie lässt sich dieser Prozess zu Hause unterstützen, insbesondere wenn die Eltern unterschiedliche Sprachen sprechen?

Das wichtigste Prinzip ist „Eine Person, eine Sprache“ (OPOL). Spricht die Mutter Französisch und der Vater Deutsch, kommuniziert jeder mit dem Kind nur in seiner eigenen Sprache. Das schafft klare sprachliche Grenzen und beugt Missverständnissen vor. In der Schweiz praktizieren die meisten zweisprachigen Familien dies.

Es ist wichtig, die Sprachen nicht im selben Satz zu vermischen. Auch wenn man beide Sprachen spricht, sollte man einheitlich sprechen. Ein Kind lernt schnell, zwischen den Sprachen zu wechseln – aber zuerst braucht es ein stabiles Vorbild.

Eine qualitativ hochwertige sprachliche Umgebung ist entscheidend. Lesen Sie Bücher, schauen Sie Zeichentrickfilme und singen Sie Lieder in beiden Sprachen. In der Schweiz sind viele Ressourcen leicht zu finden: Bibliotheken mit Sammlungen in allen Sprachen, Kinderprogramme auf RTS, SRF und RSI, sogar Theater für die Kleinsten.

Wenn eine der Sprachen nicht die Landessprache ist (z. B. Russisch, Arabisch, Somali), ist es besonders wichtig, eine „Sprachinsel“ zu schaffen: Gespräche zu Hause, Bücher, Urlaube, Videochats mit Oma und Opa. In der Schweiz gibt es Sprachclubs und Sonntagsschulen für Migrantengemeinschaften.

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Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, in denen Bildung nicht mit 25 Jahren endet. Lebenslanges Lernen ist hier keine leere Phrase, sondern gelebte Realität, unterstützt von Regierung, Arbeitgebern und einer Kultur der Selbstverbesserung.

Drei Hauptwege stehen Erwachsenen offen: berufliche Umschulung, Weiterbildung und persönliche Entwicklung. Alle drei werden durch das Weiterbildungssystem gefördert, das Kurse, Zertifikate, Diplome und sogar Universitätsstudiengänge umfasst.

Besonders gut ausgebaut ist die berufsbegleitende Weiterbildung. So können Sie beispielsweise einen eidgenössischen Fachausweis oder ein Diplom (Master) erwerben, ohne Ihre Arbeit zu unterbrechen. Viele Arbeitgeber übernehmen bis zu 50–100 % der Kosten – eine Investition in ihre Mitarbeitenden.

Für alle, die einen Berufswechsel anstreben, gibt es Umschulungsprogramme. Zum Beispiel vom Verkäufer zum IT-Spezialisten, vom Koch zum Sozialarbeiter. Solche Programme beinhalten oft Praktika und Sprachkurse, was besonders für Migranten wichtig ist.

Sprachbildung ist ein eigenes Feld. Kurse in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch werden in jedem Kanton angeboten, oft mit Ermäßigungen für Kantonsangehörige. Die Niveaustufen reichen von A1 bis C2, einschließlich spezialisierter Kurse (für Ärzte, Ingenieure und Lehrer).

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In der Schweiz ist die Vorschulerziehung kein Wettlauf um Lese- und Rechenfertigkeiten, sondern eine Zeit zum Spielen, für soziale Interaktion und emotionale Entwicklung. Der Kindergarten (oder Jardin d’enfants) ist kein „Vorbereitungskurs für die Schule“, sondern ein wichtiger, staatlich anerkannter Abschnitt der Persönlichkeitsentwicklung.

In den meisten Kantonen besuchen Kinder mit vier Jahren den Kindergarten und verbringen dort zwei Jahre. Das Programm basiert auf freiem Spiel, Kreativität, einem geregelten Tagesablauf und sozialer Interaktion. Kinder lernen zu teilen, geduldig zu sein und Gefühle auszudrücken – Fähigkeiten, die später wichtiger sind als das Schreibenlernen.

Eltern sollten ihr Kind nicht drängen. In der Schweiz wird von einem Fünfjährigen nicht erwartet, dass er lesen oder Gleichungen lösen kann. Viel wichtiger sind die Fähigkeit zuzuhören, Anweisungen zu befolgen und in der Gruppe zu arbeiten. Diese Eigenschaften bilden das Fundament für den späteren schulischen Erfolg.

Sie können die Entwicklung Ihres Kindes zu Hause sanft fördern: Lesen Sie jeden Abend vor, spielen Sie Brettspiele (Puzzles, Lotto, Domino), unternehmen Sie Spaziergänge in der Natur und sprechen Sie über das Erlebte. Rituale sind in der Schweiz beliebt: Morgenlieder und Abendgeschichten vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit.

Der Zweisprachigkeit wird besondere Bedeutung beigemessen. Schon im Vorschulalter hören Kinder in zweisprachigen Kantonen (zum Beispiel Bern und Freiburg) beide Sprachen im Alltag. Dies überfordert sie nicht, sondern fördert ihre kognitive Flexibilität. Eltern aus Einwandererfamilien wird empfohlen, ihre Muttersprache zu Hause zu pflegen – dies stärkt die Bindung und erleichtert den Erwerb weiterer Sprachen.

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Das Schweizer Schulsystem ist bekannt für seine Dezentralisierung, hohe Qualität und die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse. Die Bildung in der Schweiz wird von den Kantonen verwaltet, daher kann die Struktur von Zürich bis Genf leicht variieren. Die Grundprinzipien bleiben jedoch gleich: frühzeitige Differenzierung, eine solide Grundlage und die Achtung der Wahlfreiheit.

Die Schulbildung beginnt mit der obligatorischen Schule, die elf Jahre dauert: zwei Jahre Kindergarten (in den meisten Kantonen), sechs Jahre Grundschule und drei Jahre Sekundarschule. Bereits in der 5. und 6. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler je nach ihren schulischen Leistungen und Begabungen den Stufen Sek A, B oder C (in der deutschsprachigen Schweiz) bzw. Zweigen (in der französischsprachigen Schweiz) zugeordnet.

Für Eltern ist es wichtig zu verstehen, dass diese Differenzierung kein Ausschlusskriterium ist. In der Schweiz besteht stets die Möglichkeit, mit der richtigen Motivation und Unterstützung eine höhere Stufe zu erreichen. Viele Schüler beginnen ihre Schullaufbahn mit der Sek B und schließen sie mit dem Gymnasium oder der Berufsmittelschule (BMS) ab.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Unterstützung der Eltern. In der Schweiz werden Hausaufgaben nicht täglich kontrolliert – Kinder lernen Selbstständigkeit. Eltern sollten jedoch die Erledigung der Hausaufgaben im Blick behalten und ihren Kindern bei der Organisation ihres Arbeitsplatzes und ihres Tagesablaufs helfen. Dies ist besonders in den ersten Schuljahren wichtig.

Der Spracherwerb beginnt früh: In vielen Kantonen wird bereits in der 3. bis 5. Klasse eine zweite Landessprache eingeführt, Englisch folgt in der 5. bis 7. Klasse. Dies schafft eine solide Grundlage für die spätere Karriere, kann aber für Kinder aus Einwandererfamilien eine Herausforderung darstellen. In solchen Fällen lohnt es sich, zusätzliche Kurse oder Nachhilfe in Betracht zu ziehen – diese werden oft kostenlos von der Schule oder der Gemeinde angeboten.

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